Montag, 8. Mai 2017

Krankenversicherung für Selbstständige: Was es dabei zu beachten gibt
Die Krankenversicherungspflicht ergibt sich auch für Selbstständige. Das bedeutet, dass sich Selbstständige krankenversichern müssen, allerdings (im Falle hauptberuflich Selbstständige) einige Wahlfreiheiten dafür besitzen. 
Die bestehen darin, sich freiwillig gesetzlich zu versichern oder eine private Krankenversicherung zu suchen. Hauptberuflich selbstständig und krankenversichert Wer hauptberuflich selbstständig ist, kann sich freiwillig gesetzlich krankenversichern oder in eine private Krankenversicherung wechseln. Da das monatliche Einkommen für Selbstständige nicht im Vorfeld bekannt ist, sind die Beiträge - egal, ob gesetzliche oder private Krankenversicherung - nicht Einkommensabhängig. 

 Die gesetzliche Krankenversicherung geht von einem bestimmten Mindesteinkommen aus, nach dem die Beiträge berechnet werden. Wer mehr Einkommen hat, bezahlt nicht mehr. Wer unterhalb dieser Einkünftegrenze liegt, muss jedoch ebenfalls diesen Beitrag zahlen. Allerdings erlauben die gesetzlichen Krankenkassen einen reduzierten Beitrag, wenn geringere Einkünfte, die unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen, nachgewiesen werden. Dies ist, ebenso wie die obere Einkommensgrenze, nach unten gedeckelt mit einem festgelegten Mindesteinkommen.
Da überzahlte Beiträge nicht zurückerstattet werden, ist eine möglichste geringe Einstufung gerade am Anfang der Selbstständigkeit erstrebenswert. Zu beachten hierbei ist zudem, dass man nicht direkt in eine private Krankenversicherung wechseln kann, sondern die Kündigungsfristen beachten muss.Der Beitragssatz der privaten Krankenversicherung ist ebenfalls weitgehend Einkommensunabhängig und hängt vom abgeschlossenen Vertrag und den darin enthaltenen Leistungen sowie den persönlichen Merkmalen ab.
 Ein Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Familienversicherung, ein Vorteil der privaten Krankenversicherung sind die meist geringeren Beitragssätze. Weitere Details zur Kranken- und den weiteren Sozialversicherung sind auf www.gruendercheck.com nachzulesen. Gesetzliche Krankenversicherung und nebenberuflich selbstständig 
Wer hauptberuflich nicht-selbstständig ist und nebenbei geringfügig selbständig, ist unter Umständen zusätzlich krankenversicherungspflichtig. Die Krankenkassen erlauben bis zu einem bestimmten Betrag versicherungsfreie Nebeneinkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten. Die Regelungen hierzu sind allerdings nicht einheitlich und krankenkassenabhängig. In der Regel ergibt sich schnell die Krankenversicherungspflicht.